# So prüfst du eine englische Base-Set-Pokémon-Karte auf Echtheit

_Mehrere Schritte, um gefälschte englische Pokémon-Karten zu erkennen_

Published: 2026-07-24
Author: Guredo.AI Team
URL: https://guredo.ai/de/blog/how-to-spot-a-fake-pokemon-card/
Tags: Authentifizierung, Pokémon TCG, Guides

> Echte Base-Set-Pokémon-Karte oder Fälschung? Druckpunkte, Holo-Textur, schwarze Kernschicht, Rückseite und Gewicht — plus: den Druck bestimmen.

Die gesamte Sammlerbranche kämpft mit immer überzeugenderen gefälschten Pokémon-Karten.
In seinem [Betrugsbericht 2025](https://www.psacard.com/info/fraud-report) erklärte PSA, man habe
gefälschte Sammlerstücke mit einem geschätzten Marktwert von rund **200 Millionen Dollar**
abgefangen — und nannte das eine konservative Zahl, denn würde man jede Fälschung zu
Gem-Mint-Preisen bewerten, läge sie über einer Milliarde. Gefälschte und manipulierte Karten
legten im Jahresvergleich um **45,3 %** zu. Allein Pokémon um **125 %**, gegenüber 5,1 % bei
Sportkarten.

Sammler kaufen diese Karten ahnungslos — auf eBay, Mercari und Etsy. Und auf Marktplätzen, wo
Repliken und „Proxy"-Karten offen angeboten werden, landet man schnell bei einer Karte, die nie
als echt verkauft wurde. Mit heutiger Drucktechnik lässt sich fast jede Karte gut genug fälschen,
um ein Angebotsfoto zu bestehen.

Die gute Nachricht: Fälschungen scheitern nach wie vor an dem, was schwer zu kopieren ist — dem
Holo, dem Papier, der Tinte und den Schriften. Hier ist, worauf du achten solltest.

## Die meistgefälschten Pokémon-Karten der Originalserie

Wenig überraschend werden die wertvollsten Karten am häufigsten gefälscht. Auf PSAs Liste der zehn
am meisten gefälschten Karten stehen sechs Pokémon- und vier Sportkarten, und **Glurak steht auf
Platz eins** (EX und Base Set 1st Edition). Danach folgen Pikachu sowie Latias & Latios GX.

Beim Base Set bekommt Glurak die Schlagzeilen, doch die gesamte Holo-Reihe ist ein Ziel. Nach
Glurak siehst du am häufigsten die großen Namen gefälscht — **Turtok**, **Bisaflor**, **Machomei**,
**Mewtu**, **Simsala** und **Garados**. Auch Pikachu wird ständig kopiert, obwohl es eine Common
ist: Es ist die bekannteste Karte des Sets, und genau darum geht es, wenn der Käufer ein Anfänger
ist.

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  <figcaption class="mt-3 text-sm leading-6 font-semibold text-gray-500">
    Links ein gefälschter Turtok — achte auf all die Fehler: Schriften, Holo-Effekt, falsche Schreibweise, Texte … Findest du alle?
  </figcaption>
</figure>

Der einfachste Ausgangspunkt ist zu wissen, was deine Karte wert ist — denn der Wert ist genau
das, was Fälscher anzieht. Du kannst
[das komplette Base Set nach Wert sortiert auf PriceCharting durchsehen](https://www.pricecharting.com/console/pokemon-base-set?sort=highest-price&model-number=&model-number=&exclude-hardware=false&exclude-variants=false&show-images=true&in-collection=).

Im Zentrum von allem steht der **1999er Base Set Glurak #4/102 Holo**. Bevor du irgendetwas
vergleichst, kläre, welche Version du tatsächlich in der Hand hältst — denn genau hier gehen die
meisten Leute falsch vor. Sie vergleichen eine echte Karte mit dem Foto eines *anderen Drucks* und
reden sich ein, etwas sei gefälscht.

Sammler sprechen meist von drei Stufen, doch das englische Base Set wurde zwischen Januar 1999 und
2000 tatsächlich **öfter** gedruckt:

- **1st Edition** — der erste Druck, mit dem „Edition 1"-Stempel unten links neben dem Bildkasten.
  Shadowless-Layout. Die wertvollste Variante.
- **Shadowless** — derselbe erste Druck, nur ohne Stempel. Kein Schlagschatten rechts vom
  Bildkasten, hellere Artworks, dünnere KP- und Attacken-Schrift.
- **Unlimited** — der Schlagschatten erscheint, KP- und Attacken-Schrift werden dicker. Unlimited
  selbst wurde sechs Mal gedruckt, und diese Auflagen sind praktisch nicht voneinander zu
  unterscheiden.
- **©1999–2000** — der letzte Druck, erkennbar an der Copyright-Zeile mit beiden Jahreszahlen
  statt nur 1999.

Auch die Sprache zählt. Es gibt japanische, englische und weitere regionale Drucke, und ihre
Schriften, Layouts und Kartons sind nicht austauschbar — ein Merkmal von einer englischen Karte
beweist nichts über eine französische. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf englische
Karten. Die praktische Erkenntnis: **bestimme zuerst den Druck**, dann vergleiche.

Ein Trend, den man kennen sollte: Fälscher haben begonnen, **günstigere Karten** zu fälschen — in
der Annahme, dass eine 40-Dollar-Karte weniger genau geprüft wird als eine für 4.000 Dollar.
Überspring die Checks also nicht, nur weil die Karte nicht teuer ist.

## Häufige Fehler bei gefälschten Pokémon-Karten

Generell gibt es mehrere Dinge, an denen du eine Fälschung erkennst. Eine gute Faustregel ist, die
Karte mit einer echten zu vergleichen — deshalb haben wir ein Vergleichstool in die
[Guredo-App](https://guredo.ai) eingebaut.

**1. Schriftgröße.** Text, der im Vergleich zu einer echten Karte aus demselben Set leicht zu groß
oder zu klein ist. Meist siehst du das nur im direkten Vergleich.

**2. Falsche Schriftart.** Am häufigsten beim Kartennamen, den KP oder im Attackentext. Fälscher
haben selten die exakte Schrift, also wirken Buchstaben etwas zu fett, zu breit oder ungleichmäßig
gesetzt.

**3. Holo-Effekt.** Fehlt komplett oder hat das falsche Muster. Base-Set-Holos haben einen
charakteristischen, sternengesprenkelten Look — ein glatter Spiegelglanz oder eine Regenbogenfolie
ist falsch.

**4. Texturmuster.** Fehlt, ist falsch oder vorhanden, wo die Karte glatt sein müsste. Fahr mit dem
Fingernagel über das Artwork: Ein echtes Holo hat eine feine, gleichmäßige Textur.

**5. Energiesymbole.** Ein sehr häufiges Merkmal. Das Symbol im Kreis ist oft zu groß, nicht
zentriert oder im falschen Farbton.

**6. Papierschichten.** Eine echte Karte ist ein Sandwich: Vorderseitenpapier, eine **schwarze
Kernschicht**, Rückseitenpapier. Schau frontal auf die Schnittkante — dort sollte eine dunkle Linie
mittig durchlaufen, es wirkt fast wie drei Schichten. Die meisten Fälschungen sind auf zweilagigem
Karton gedruckt und zeigen eine graue oder bläuliche Linie oder gar keine. Das
[Video von Poké Master Center](https://youtu.be/zY79zuwNbbA?t=825) zeigt das deutlich.

**7. Farbe der Rückseite.** Echte Rückseiten haben eine gesprenkelte Mischung aus hellem und
dunklem Blau mit einer scharfen Grenze zwischen dem Wirbel und dem äußeren Rahmen. Viele
Fälschungen verwaschen zu einem flachen, leicht violetten Blau.

**8. Rosetten-Druckmuster.** Unter einer 10- bis 30-fachen Lupe zeigen echte Karten eine
regelmäßige Punktrosette — die Signatur professionellen Offsetdrucks. Flächige Farbe, zufällige
Punkte oder ein grobes Raster bedeuten, dass die falsche Druckmaschine im Spiel war. Prüfe den
gelben Rand und die blaue Rückseite, dort ist das Muster am leichtesten zu lesen.

**9. Rechtschreibfehler und Tippfehler.** Ein fehlender Akzent — „Pokemon" statt „Pokémon" —,
falsche KP oder kaputte Grammatik im Attackentext sind ein nahezu sicheres K.o. Echte Karten
durchlaufen ein Lektorat; Fälschungen oft nicht.

**10. Der 1st-Edition-Stempel.** Prüfe bei gestempelten Karten die „1" selbst: falsche Strichstärke,
unscharfe Kanten, falsche Größe oder eine leicht verschobene Position. Es ist ein kleines Zeichen
und wird öfter schlecht kopiert, als man denkt.

**11. Randbreiten.** Echte Karten sind bekanntermaßen **nicht** perfekt zentriert, außermittige
Ränder allein beweisen also nichts — das ist ein Zustandsthema, kein Echtheitsthema. Worauf es
ankommt, sind extrem ungleichmäßige Ränder oder ein Schnitt, der entlang der Kante wandert.

**12. Gewicht.** Eine Standard-Pokémon-Karte wiegt rund **1,8 g**. Eine holografische Karte aus dem
Base Set kann bis zu 2,24 g wiegen. Manche modernen Non-Holos liegen bei etwa 1,9 g, ein modernes
Holo etwas darüber, bei rund 1,95 g. Reverse Holos wiegen je nach Set und Serie zwischen 1,8 g und
2 g, dasselbe gilt für Full Arts.

**13. Gesamtqualität.** Vertrau deinen Händen. Fälschungen fühlen sich oft labberig oder ungewohnt
steif an, haben eine Glanzbeschichtung, die die echte Karte nicht hat, oder zeigen direkt aus dem
Booster weiche, abgerundete Ecken.

**14. Fehldrucke und Error-Karten.** Wenn etwas an einer Karte nicht stimmt, ist sie nicht
automatisch gefälscht. Fehler passieren beim Druck, und es gibt ein ganzes
[Subreddit](https://www.reddit.com/r/PokemonMisprints/) dazu.

## Ein paar Beispiele gefälschter Glurak-Karten

Schauen wir uns ein paar gefälschte Gluraks an. Eines der häufigsten Erkennungsmerkmale bei einer
Base-Set-Karte ist ein Holo, das exakt zum offiziellen Scan auf tcgplayer.com passt. Das ist ein
starker Hinweis auf eine Fälschung, denn das Muster der Holo-Sterne auf einer Base-Set-Karte ist für
jedes einzelne Exemplar einzigartig — auf einer echten Karte sitzen die Sterne an anderen Stellen.

## So prüfst du, ob deine TCG-Karte echt ist

- **Vergleiche mit der Community.** Poste die Karte und lass Sammler, die denselben Druck besitzen,
  dir sagen, was komisch aussieht. Ein zweites Augenpaar findet, was eine einzelne Prüfung übersieht.
- **Vergleiche mit einer Datenbank.** Gleiche deine Karte mit bestätigt echten *und* bestätigt
  gefälschten Exemplaren desselben Sets, Drucks und derselben Sprache ab — erst der Vergleich macht
  ein Merkmal offensichtlich.
- **Nutze Kamera und KI.** Fotografiere Vorderseite, Rückseite und Kante und lass die Analyse
  Druckmuster, Textur und Schichtaufbau für dich bewerten.

## Kurz gesagt

Keine einzelne Prüfung beweist, dass eine Karte gefälscht ist. Arbeite mehrere davon durch und
achte auf ein Muster. Fang mit denen an, die nichts kosten — halte die Karte ins Licht, sieh dir
die Schnittkante auf die dunkle Kernschicht an, fühl die Textur, lies den Text auf einen fehlenden
Akzent in „Pokémon". Greif erst dann zu Lupe und Waage, wenn sich etwas weiterhin falsch anfühlt.
Vor allem: Vergleiche mit einer Karte, von der du weißt, dass sie echt ist — aus demselben Set, dem
selben Druck und derselben Sprache, denn die meisten Merkmale werden erst nebeneinander deutlich.
Und wenn zwei Prüfungen einander widersprechen, ist das deine Antwort: Geh langsamer vor und frag
jemanden, bevor Geld fließt.

Als Nächstes machen wir dasselbe für **GX-Karten** — eine deutlich neuere Generation mit eigenen
verbreiteten Fälschungen und eigenen Merkmalen in Folie, Textur und Kartenrückseite.
