# So erkennst du eine gefälschte Pokémon-Karte an der Rückseite

_Echte und gefälschte Pokémon-Rückseiten im direkten Vergleich, mit Nahaufnahmen der Stellen, an denen Fälscher patzen._

Published: 2026-09-03
Author: Guredo.AI Team
URL: https://guredo.ai/de/blog/how-to-spot-a-fake-pokemon-card-from-the-back/
Tags: Authentifizierung, Pokémon TCG, Guides

> Echte und gefälschte Pokémon-Rückseiten, englisch und japanisch: Randfarbe, blauer Wirbel, Poké Ball, gesprenkelte japanische Fläche und Regenbogenstrahlen.

Jede Pokémon-Karte in derselben Sprache hat dieselbe Rückseite. Zwischen den Serien kann es
allerdings feine, fast unsichtbare Unterschiede geben, und japanische Rückseiten sehen anders
aus als englische. Die Rückseite ist ein guter Ausgangspunkt, wenn du eine Karte prüfst. Du
brauchst keinen Scan genau dieser Karte — jede echte Karte in derselben Sprache taugt als
Referenz, und eine aus demselben Set ist noch besser.

Fälscher wissen, dass Käufer auf die Vorderseite schauen, also geben sie sich genau dort Mühe:
beim Artwork, beim Holo, bei den Schriften, beim Muster. Die Rückseite ist oft schlecht und mit
der falschen Tinte gedruckt — sie wirkt billig, glänzend und übersättigt. Die Farben stimmen
nicht ganz, die feinen Details fehlen, und das Ganze wirkt ein bisschen flach. Oft reicht ein
Blick auf die Karte, und du spürst, dass etwas nicht stimmt.

In diesem Guide geht es nur um die Rückseite von Pokémon-Karten. Andere Spiele schauen wir uns
in künftigen Beiträgen an. Für die Vorderseite gibt es unseren
[Echtheits-Guide zum Base Set](/de/blog/how-to-spot-a-fake-pokemon-card/). Eine Warnung vorab:
Handykameras und Licht verändern Farben stark, beurteile eine Rückseite also nie nach einem
einzigen Angebotsfoto. Leg die Karte neben eine, von der du weißt, dass sie echt ist, unter
dasselbe Licht, und vergleiche. Zwei echte Karten können sich außerdem leicht in der Farbe
unterscheiden, und das ist völlig normal. Selbst offizielle Karten können fehlgedruckt oder
schief geschnitten sein.

## Englische Karten: der blaue Wirbel

Eine echte englische Rückseite hat einen tiefen marineblauen Rand. Darin liegt ein
Wolkenwirbel, in dem sich dunkle marineblaue Schatten mit hellem Weiß mischen, und er steckt
voller feiner Details. Der Poké Ball in der Mitte ist oben satt rot, mit schwarzem Band,
grauweißer Unterseite und einem scharfen Glanzpunkt auf dem Knopf. Das „Pokémon“-Logo ist
goldgelb mit blauer Kontur und einem kleinen TM daneben. Alles ist scharf — die Buchstaben, das
Band, der Glanzpunkt.

Das läuft bei Fälschungen schief:

**1. Randfarbe.** Das häufigste Erkennungsmerkmal. Ein echter Rand ist marineblau. Fälschungen
kippen in eine von zwei Richtungen: ein Violettstich oder ein Rand, der zu grell ist — ein
elektrisches Blau, das wirkt, als wäre es von hinten beleuchtet. Beides ist falsch.

**2. Ausgewaschener Wirbel.** Ein echter Wirbel hat Schatten, dunkle marineblaue Flecken
zwischen dem Weiß. Bei vielen Fälschungen sind diese Schatten weg, und der Wirbel wirkt blass
und flach, als hätte jemand die Helligkeit hochgedreht.

**3. Farbe des Poké Balls.** Die obere Hälfte des Balls sollte rot sein. Bei Fälschungen kippt
sie ins Orange oder in die andere Richtung in ein rosastichiges Karminrot. Auch der Glanzpunkt
auf dem Knopf verliert oft seine Form.

**4. Logofarbe und Kontur.** Das Gelb des Logos wird orange, und die blaue Kontur verschwimmt,
statt eine saubere Linie zu bleiben.

**5. Unscharfer Druck.** Fälschungen sind oft in niedrigerer Auflösung gedruckt als das
Original. Die Logokanten wirken ausgefranst, der Wirbel verschmiert, und aus der Nähe siehst du
womöglich ein Pixelraster statt sauberer Farbe.

**6. Randbreite.** Manche Fälschungen haben einen breiteren oder ungleichmäßigen Rand. Sei damit
aber vorsichtig: Auch echte Karten sind oft nicht sauber zentriert, und für sich genommen ist
das eine Frage des Zustands, kein Zeichen für eine Fälschung. Es zählt nur zusammen mit den
Farbmerkmalen oben.

### Genauer hinsehen: das D im P

Ein klassischer Check bei englischen Karten ist der Buchstabe P im „Pokémon“-Logo. In seinem
Bogen sitzt ein kleines Loch in Form eines D. Mach mit dem Handy ein Makrofoto oder nimm eine
Lupe und sieh dir dieses D und das Gelb drumherum an. Das D im P verändert sich über die Jahre
ein wenig, vergleiche also mit einer echten Karte aus einer ähnlichen Zeit. Die Galerie unten
zeigt eine moderne Karte, zwei aus den alten Base-Sets und eine aus der Expedition-Serie,
gefolgt von zwei Fälschungen.

Ein Test für dich: Eine dieser Karten ist echt, alle anderen sind Fälschungen. Errätst du,
welche?

## Japanische Karten: die Regenbogenstrahlen

Die japanische Rückseite hat ein anderes Design. Moderne Karten nutzen es seit über zwei
Jahrzehnten, fast jede japanische Karte in deiner Sammlung taugt also als Referenz. Karten aus
den späten 1990ern haben eine ältere Rückseite, zu der wir am Ende dieses Abschnitts kommen.
Der Rand ist ein gedämpftes Olivgold: matt, leicht khakifarben, nie leuchtend gelb. Innen ist
die Fläche tief marineblau mit einer feinen, gleichmäßigen Sprenkelung über die gesamte
Oberfläche, und hinter dem Poké Ball liegen weiche Regenbogenstrahlen in Pastelltönen. Sieben
Energiekugeln sitzen am Rand — Pflanze und Elektro oben, Feuer und Psycho an den Seiten,
Wasser und Kampf unten und ein weißer Farblos-Stern unten in der Mitte. Das „Pokémon“-Logo ist
gelb mit marineblauer Kontur und einem kleinen ® daneben.

Woran du japanische Fälschungen erkennst:

**1. Randfarbe.** Beim Original ein gedämpftes Olivgold. Fälschungen kippen ins blasse Beige
oder Orangebraun, und am leichtesten zu erwischen sind die in leuchtendem Zitronengelb.

**2. Hintergrundblau.** Beim Original ein tiefes Marineblau mit feiner, gleichmäßiger
Sprenkelung. Fälschungen zeigen ein helleres Königsblau, und die Sprenkelung ist entweder grob
und fleckig oder komplett weggeglättet.

**3. Regenbogenstrahlen.** Echte Strahlen sind weich und pastellig und halten sich dezent hinter
dem Ball. Bei Fälschungen sind es knallige Bonbonfarben, die einem regelrecht entgegenspringen.

**4. Poké Ball und Energiekugeln.** Der echte Ball hat eine weiche Schattierung und einen klaren
Glanzpunkt auf dem Knopf. Bei Fälschungen ist er flach gedruckt, und die sieben Energiekugeln
verschwimmen so sehr, dass die Symbole darin kaum noch zu erkennen sind.

**5. Logokontur.** Die marineblaue Kontur um das Logo gerät zu dick oder trifft den Farbton
nicht ganz.

### Genauer hinsehen: die Pflanzen-Energiekugel in der Ecke

Bei modernen japanischen Karten prüfen wir am liebsten die obere linke Ecke: die
Pflanzen-Energiekugel, den goldenen Rand daneben und das gesprenkelte Marineblau drumherum.
Auf einer echten Karte ist der Bereich rund um das Blatt klar und hat eine unverwechselbare
Sprenkelung. Sieh dir außerdem das D im P an. Bei Fälschungen wird das Blatt zu einem dünnen,
kratzigen Strich, die Sprenkelung zu einem groben Punktraster, und das Marineblau wie auch die
Logokontur ziehen ins Violette.

Ein Test für dich: Eine dieser Karten ist echt, alle anderen sind Fälschungen. Errätst du,
welche?

### Die alte japanische Rückseite

Japanische Karten aus den späten 1990ern sehen anders aus: „Pocket Monsters Card Game“ auf
tiefblauer Fläche mit weißen Strahlen, eine dünne rote Rahmenlinie knapp innerhalb der Kante
und der Copyright-Text von 1996 unten. Auch diese werden gefälscht, und die allgemeinen Checks
gelten weiterhin — der Blauton, wie scharf der kleine Text ist und die Breite des weißen
Streifens außerhalb der roten Linie.

**Genauer hinsehen: das O in „MONSTERS“.** Unser Lieblingscheck auf dieser Rückseite. Auf
einer echten Karte ist das O ein sauberer Ring: Das Loch in der Mitte ist weit und rund, und
der obere Teil des O trägt ein charakteristisches Muster, das wie feine Linien aussieht. Bei
der Fälschung ist der Buchstabe fetter.

Ein Test für dich: Eine der beiden Karten ist echt, die andere ist eine Fälschung. Errätst du,
welche?

## So prüfst du eine Kartenrückseite

- **Vergleiche mit einer Karte, von der du weißt, dass sie echt ist**, in derselben Sprache,
  idealerweise aus demselben Set oder derselben Serie, und unter demselben Licht. Die meisten
  Merkmale zeigen sich erst im direkten Vergleich.
- **Fotografiere beide zusammen auf einem Bild.** Die Kamera verschiebt die Farben, aber bei
  beiden Karten auf dieselbe Weise.
- **Nimm eine Lupe**, wenn die Farben in Ordnung wirken, aber trotzdem irgendetwas nicht
  stimmt. Eine 10- bis 30-fache Lupe oder eine Makroaufnahme mit dem Handy zeigt die
  Druckpunkte — siehe die Nahaufnahmen oben und den
  [Base-Set-Guide](/de/blog/how-to-spot-a-fake-pokemon-card/) für mehr Details.
- **Entscheide nie nach einem einzigen Angebotsfoto.** Bitte den Verkäufer um ein Foto der
  Rückseite bei Tageslicht, wenn möglich neben einer anderen Karte.

## Kurz gesagt

Bei einer Kartenrückseite kommt es vor allem auf drei Dinge an: die Randfarbe, den Kontrast im
Wirbel oder in der Sprenkelung und die Schärfe des Drucks. Stimmt eines davon nicht, ist das
eine Warnung; stimmen zwei nicht, ist das eine Antwort. Und vergleiche immer Gleiches mit
Gleichem — eine englische Rückseite beweist nichts über eine japanische Karte, und umgekehrt
genauso wenig.
